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Finden Sie Ihre TourSchmale Straßen, sattgrüne Hügel und hinter jeder Kurve wieder der Blick aufs Meer: Eine Reise durch Schottlands Innere Hebriden bringt Sie ganz weit weg vom Alltagstrubel. Mit dem Fahrrad entdecken Sie Inseln wie Mull und Jura, während die Flying Dutchman Sie von Hafen zu Hafen begleitet. Und unterwegs? Warten Hirsche und Seeadler, jahrtausendealte Geschichte, überraschend guter Gin – und vielleicht der ein oder andere typisch schottische Regenschauer.
Martin kennt diese Reise seit vielen Jahren. In unserem Podcast erzählt er, welche Orte ihm bei seinen vielen Schottland-Touren als Reiseleiter besonders ans Herz gewachsen sind, warum Schottlands wechselhaftes Wetter für ihn unbedingt dazugehört und welche Begegnungen und Abenteuer er bis heute nicht vergessen hat.

Die Reise beginnt am „Tor zu den Hebriden“, wie der kleine Ort Oban an der schottischen Westküste auch genannt wird. An Bord des Zweimasters Flying Dutchman geht es von hier aus auf eine Reise, die tierische Überraschungen, charmant hügelige Landschaften und ein spannendes kulturelles Erbe mit sich bringt. Auch das Meer ist nie weit entfernt.
„Wir fahren ein bisschen am Festland und besuchen mehrere Inseln der Inneren Hebriden“, erzählt Martin. Die Insel Mull wird auf der Tour besonders ausführlich geradelt, mit der etwas einsameren Insel Jura wartet ein weiteres Highlight. Dazwischen bringt das Schiff die Gäste sicher von Hafen zu Hafen.
Das ist vielleicht das Schönste an dieser Art zu reisen: Morgens steigt man aufs Fahrrad und macht sich auf den Weg. Man fährt durch kleine Orte, über schmale Straßen und durch eine Landschaft, die sich jeden Tag in einer anderen Stimmung zeigt. Später wartet die Flying Dutchman schon wieder am Wasser.
„Das ist einfach traumhaft zu genießen“, sagt Martin über die Landschaft. Viel Verkehr gibt es nicht, dafür jede Menge Grün und zwischendurch eine besondere Stille, die man nur an Orten findet, wo nicht ständig Autos über Straßen brettern und das Handynetz auch mal zu schwach für Telefonate ist.

Jura ist ein gutes Beispiel für diese Ruhe. Die Insel ist an sich gar nicht besonders klein, hat aber nur eine einzige Straße, die ungefähr bis zur Hälfte der Insel führt, wie Martin erklärt. Am Ende wartet nicht etwa ein großer Aussichtspunkt oder eine berühmte Statue, sondern eine kleine Gin-Destillerie, die fast zufällig Teil der Route geworden ist.
Gegründet wurde die Brennerei 2015 von drei Frauen, die ihre unterschiedlichen Fähigkeiten zusammengebracht haben. Eine von ihnen ist Chemikerin und kümmert sich um die Destillation, die anderen beiden um Marketing und Verkauf.
Begonnen hat alles sehr klein, weiß Martin: „Sie haben im Grunde mit einer Brennblase angefangen, also ein wirklich kleines Töpfchen“, erzählt er. Heute wird dort eigener Gin produziert und verkauft – mitten auf einer abgelegenen schottischen Insel, weit weg vom großen Treiben am Festland.
Noch weiter draußen liegt das Haus, in dem George Orwell sein Buch 1984 vollendete. Mit dem Fahrrad kommt man dort nicht hin, aber vom Schiff aus kann man das Gebäude sehen. „Da kleben natürlich immer alle am Fenster“, sagt Martin. Kein Wunder, schließlich wurde hier im wahrsten Sinne des Wortes Literaturgeschichte geschrieben.

Wer auf Mull und Jura Fahrrad fährt, erlebt nicht nur einzigartige Natur, sondern begegnet auch dem wilden Leben der Insel.
Auf Jura leben ungefähr 250 Menschen – und rund 5.500 Hirsche. Die Insel wird deshalb auch die Hirsch-Insel genannt, berichtet Martin. Und tatsächlich stehen die Chancen gut, unterwegs einen Blick auf eines der Tiere zu erhaschen.
Auch Seeadler und Steinadler kann man sehen, auf dem Wasser manchmal Delfine. „Wenn man sich ein bisschen Mühe gibt oder Geduld hat, sieht man sogar den einen oder anderen Otter“, erzählt Martin. Dazu kommen die typischen zotteligen Highland-Rinder und natürlich Schafe.
Genau dieses aufmerksame und in Ruhe schauen gehört zu einer Fahrradreise einfach dazu. Man fährt nicht einfach nur durch die Landschaft, sondern hat das Gefühl, sie mit allen Sinnen zu erleben.
Besonders eindrucksvoll ist dabei auch das Licht. Schottland kann innerhalb weniger Minuten völlig anders aussehen. Wolken ziehen auf, dann kommt die Sonne wieder hervor und lässt das Grün noch intensiver leuchten.
Die ständigen Umschwünge sorgen auch für das ein oder andere Naturschauspiel: „Man sieht so viele Regenbogen, wie sonst nirgends“, berichtet Martin. Auch deshalb hat das regnerische Schottland für ihn einen ganz eigenen Charme.

Regen gehört zu Schottland genauso dazu wie das einzigartige Licht.
Martin erinnert sich an eine Woche, in der es fast überhaupt nicht geregnet hat. „Da waren meine Gäste fast enttäuscht, dass sie nicht ein einziges Mal Regen abgekriegt haben.“
Doch normalerweise geht es etwas nasser zu. Das Wetter kann sich schnell verändern und auf einer Radtour kann man innerhalb kürzester Zeit Sonne, Wind und einen ordentlichen Schauer erleben. „Man wird in Schottland Weltmeister im Klamotten an- und ausziehen“, sagt Martin lachend. Wer sich darauf einstellt, erlebt das wechselhafte Wetter irgendwann einfach als Teil der Reise.
Rad gefahren wird in der Regel trotzdem. Die Gäste wissen normalerweise, dass Schottland keine Schönwettergarantie mitbringt und sind entsprechend vorbereitet. Und oft kommt die Sonne schneller wieder raus als man denkt. „Wenn es jetzt nicht die ganze Woche durchregnet, wenn hin und wieder schon mal die Sonne durchblinzelt, ist das schon angenehm“, sagt Martin.
Auch die Etappen selbst lassen sich gut bewältigen. Es geht nicht steil hinauf, sondern immer wieder ein Stück bergauf und bergab. Manche Anstiege sind kurz und intensiv, aber mit dem E-Bike und ausreichend Zeit bleibt genug Energie, um die Aussicht zu genießen.

Auf Mull gehört der Besuch im Café von Michelle einfach dazu. Diesen Stopp auf der Reise verbindet er mit vielen schönen Erinnerungen. Mit seiner Reisegruppe hält er hier inzwischen regelmäßig zum Abendessen an. Über die Inhaberin hat er nur gutes zu sagen: „Die hat eine riesen Schnauze“, sagt Martin und lacht. Gemeint ist das natürlich liebevoll. Michelle weiß viel über Whisky, erzählt gerne und sucht für die Gäste immer wieder die ganz besonderen Sorten heraus. Aus einem Abendessen wird so schnell ein echtes Erlebnis, an das sich alle gerne zurückerinnern.
„Das ist wirklich herrlich“, sagt Martin über die Abende bei ihr. Dazu kommt, dass der Kapitän der Flying Dutchman inzwischen sogar gemeinsam mit Michelle ein Whiskyfass gekauft hat. Ihr eigener Whisky war bei Martins letzter Reise noch nicht fertig – bei der nächsten will er ihn unbedingt probieren.
Es sind diese Begegnungen mit den Menschen vor Ort, die eine Reise persönlich machen. Und das gilt nicht nur für Michelle. Martin erzählt auch von der Hilfsbereitschaft der Menschen, denen er unterwegs begegnet ist. Nach Stürzen hätten Autofahrer angehalten, Fahrräder wurden von einer Insel zur nächsten gebracht und irgendwo fand sich immer jemand, der helfen konnte. „Du kannst sicher sein, es gibt immer eine Lösung, wenn Schotten in der Nähe sind“, verspricht er.
Das klare Fazit: Schottland hat nicht nur wunderschöne Landschaften, sondern auch tolle Menschen.

Zwischen den Inseln und der Küste führt die Reise auch nach Kilmartin. Dort ist die Stimmung noch einmal eine andere. Statt nur auf Landschaft und Meer zu schauen, stößt man hier auf die Spuren vergangener Jahrtausende. „Da sind eben überall diese bronzezeitlichen Grabhügel und Monumente“, erzählt Martin. Das Tal ist reich an archäologischen Zeugnissen und gehört zu den Orten, an denen die frühe Geschichte Schottlands besonders greifbar, gar erlebbar wird.
Dazu gehört auch ein steinerner Fußabdruck, der mit den ersten schottischen Königen verbunden wird. Der Überlieferung nach stellten sie bei ihrer Krönung ihren Fuß hinein. „Das ist natürlich ein Traum-Fotomotiv“, sagt Martin. Und selbstverständlich probieren die Gäste, ob ihr Fuß hineinpasst. Martins eigener übrigens nicht, da ist er sich sicher.
Solche Momente passen gut zu einer Radreise: Die lange Geschichte Schottlands begegnet einem nicht irgendwo, sondern direkt am Wegesrand. Man steigt vom Fahrrad, schaut sich um und steht plötzlich an einem beeindruckenden historischen Ort.

Martin kennt die Schottland-Reise schon seit vielen Jahren. Und genau deshalb weiß er auch, dass eine Route nicht für immer gleich bleiben muss: „Wir haben im Grunde einen größeren Wechsel gemacht“, erzählt er. Früher führte die Reise weiter in Richtung Norden, unter anderem nach Fort William und in die Gegend des Ben Nevis, dem höchsten Berg der Britischen Inseln.
Doch mit der Zeit änderte sich die Route. Heute geht es eher in den Süden, nach Kilmartin und auf die Insel Jura. Hier kommt Martins Erfahrung mit der des Kapitäns zusammen: Der hohe Berg sorgte für schwankende Wetterbedingungen und feuchteres Klima, was weder fürs Segeln noch fürs Radfahren optimal ist.
So entstand die neue Route nicht nur auf der Landkarte, sondern entwickelte sich aus den Erfahrungen vor Ort. Heute bietet sich den Gästen deshalb eine noch schönere Erfahrung als früher.

Auch die Flying Dutchman selbst hat ihre ganz eigene Geschichte. Der Rumpf des Schiffes stammt aus dem Jahr 1903, ursprünglich war sie als Heringslogger unterwegs. Heute ist sie ein Zweimaster mit elf Kabinen und Platz für maximal 22 Gäste.
Und gelegentlich darf sie auch zeigen, dass sie noch immer ein Segelschiff ist. „Wir versuchen auch eigentlich so ein- bis zweimal die Woche die Segel zu hissen“, erzählt Martin. Ob das möglich ist, entscheiden allerdings Wind und Gezeiten.
Denn Schottland lässt sich auch vom Wasser aus nicht immer planen. Einmal brauchte das Schiff zwei Stunden gegen Wind und Strömung, um gerade einmal zwei Meilen voranzukommen.
Und dann gibt es Geschichten, die man so wohl nur einmal erlebt: Einmal fuhr die Flying Dutchman mitten durch den berühmten Corryvreckan-Strudel zwischen Jura und Scarba. Normalerweise fährt sie mit einer Entfernung an dem beeindruckenden Naturphänomen vorbei. Doch an diesem Tag entschied der Kapitän, ausnahmsweise hindurchzufahren. „Auf einmal steht eine zwei, drei Meter hohe Wasserwand vor dir“, erinnert sich Martin. Die Fahrräder hatte er gerade noch rechtzeitig festgezurrt. Ein aufregendes Abenteuer, das den Gäste sicherlich in Erinnerung geblieben ist.
Es ist wie auf jeder solcher Reisen: Die Planung steht, doch was wirklich passiert, entscheiden Wind, Wetter – und im Fall Schottlands auch die Gezeiten. Und gerade das macht den Reiz der Reise aus.

Sie möchten die Inneren Hebriden selbst mit dem Rad entdecken, an Bord der Flying Dutchman über das Meer fahren und herausfinden, ob Schottland wirklich so viele Regenbogen hat, wie Martin behauptet? Entdecken Sie unsere Schottland-Reise mit Rad und Schiff.
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