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Finden Sie Ihre TourEine Reise mit Boat Bike Tours beginnt oft lange bevor das Schiff ablegt. Vielleicht mit der Frage, ob die Tagesetappen gut machbar sind. Vielleicht mit einem Blick auf die Kabinen. Oder mit der Überlegung, ob eine geführte Tour besser passt als individuell gefahrene Radrouten.
In unserer Podcast-Serie nehmen wir Sie mit hinter die Kulissen von Boat Bike Tours. Host Ennie spricht mit Menschen, die unsere Reisen planen, begleiten und jeden Tag mit Leben füllen. Dieses Mal trifft sie Desiree: Tourguide bei Boat Bike Tours und jemand, der genau weiß, wie sich eine Reise anfühlt, wenn man selbst mit an Bord ist.
Normalerweise begleitet Desiree Gäste auf dem Rad, beantwortet Fragen zur Route, erklärt kleine Besonderheiten unterwegs und sorgt mit dafür, dass aus einer Gruppe von Reisenden eine Gemeinschaft auf Zeit wird. Im vergangenen Winter wechselte sie die Seite: Desiree unterstützte das Customer-Care-Team im Büro. Statt morgens mit der Gruppe loszuradeln, sprach sie mit Gästen, die ihre Reise noch vor sich hatten.

Genau diese Doppelperspektive macht das Gespräch so besonders. Ennie spricht mit Desiree darüber, welche Fragen Gäste vor der Reise wirklich beschäftigen, warum Erfahrung von Bord in der Beratung so wertvoll ist – und weshalb gute Begleitung oft in kleinen Momenten entsteht: bei einer Pause am richtigen Ort, einem aufmerksamen Gespräch oder der Antwort auf eine Unsicherheit, die man vielleicht gar nicht laut aussprechen wollte.
„Es ist ein bisschen wie in die Küche schauen“, sagt Desiree über ihre Zeit im Büro. Und genau dieser Blick hinter die Kulissen zeigt, wie viel Erfahrung, Abstimmung und persönliche Beratung in einer gelungenen Rad- und Schiffsreise stecken.

Desiree ist jemand, der gern unterwegs ist. Nicht rastlos, sondern neugierig. Sie interessiert sich für Orte, aber genauso für die Menschen, die mit ihr reisen. Für ihre Geschichten, ihre Fragen, ihre Gewohnheiten und manchmal auch für ihre kleinen Unsicherheiten.
Ihr Weg zu Boat Bike Tours war nicht geradlinig. Und gerade deshalb passt er so gut zu ihr. Sie studierte Gesundheitswissenschaften, reiste ein Jahr mit dem Rucksack um die Welt, arbeitete viele Jahre in einem Familienunternehmen und wurde später Dozentin an der Universität.
Das Reisen blieb dabei immer ein roter Faden. Über ihre Rucksackreise sagt sie: „Das war das beste Jahr meines Lebens.“ Nicht, weil danach alles feststand, sondern weil dieses Jahr etwas in ihr bestätigte: die Freude daran, neue Länder kennenzulernen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und unterwegs immer wieder anders auf die Welt zu schauen.
Als Desiree vor sechs Jahren nach Amsterdam zog, sah sie die Schiffe von Boat Bike Tours. Und plötzlich kam vieles zusammen: Radfahren, Reisen, Sprachen, Bewegung, Begegnungen. Dazu die Möglichkeit, nicht nur an einem Ort zu bleiben, sondern immer wieder neue Routen, Landschaften und Menschen zu erleben.

Wer zum ersten Mal eine Rad- und Schiffsreise bucht, hat oft sehr praktische Fragen. Wie lang sind die Tagesetappen? Wie sehen die Kabinen aus? Was passiert, wenn man einen Tag nicht mitradeln möchte? Gibt es Unterstützung bei der Navigation? Und worin unterscheidet sich eigentlich eine geführte Tour von einer individuellen Tour?
Für Desiree sind solche Fragen vertraut. Sie kennt sie von Gästen an Bord, und seit ihrer Zeit im Büro auch aus den Gesprächen vor der Reise. „Wenn man auf dem Schiff war und so viele Reisen gemacht hat, dann kann man wirklich aus eigener Erfahrung erzählen, wie es geht“, sagt sie.
Das klingt logisch, ist aber entscheidend. Denn gute Beratung bedeutet nicht nur, eine Route zu erklären. Es ist auch wichtig, zwischen den Zeilen lesen zu können. Möchte jemand lieber in der Gruppe fahren, weil ein Guide Sicherheit gibt? Oder passt eine individuelle Tour besser, weil Gäste ihr eigenes Tempo wählen und spontan anhalten möchten?
Beides kann richtig sein. Die Frage ist nicht, welche Reiseform besser ist. Die Frage ist, welche besser zu den Menschen passt, die reisen möchten.

An Bord merkt ein Tourguide schnell, welche Details einen Reisetag entspannter machen. Manchmal ist es eine rechtzeitige Erklärung. Manchmal eine Pause am richtigen Ort. Manchmal auch die Einschätzung, ob sich eine Strecke bei Gegenwind anders anfühlt als auf dem Papier.
Desiree weiß, dass jede Region ihren eigenen Rhythmus hat. In Städten wie Antwerpen oder Brügge geht es um Geschichte, Architektur, lebendige Plätze und viele Eindrücke auf engem Raum. In kleinen französischen Dörfern sieht ein Reisetag anders aus. Dort stellt sich manchmal eine sehr praktische Frage: Wo gibt es mittags überhaupt ein geöffnetes Café oder eine Terrasse?
Für Gäste ist das vielleicht ein Detail. Für den Ablauf einer Reise kann genau dieses Detail den Unterschied machen. Es entscheidet darüber, ob eine Pause entspannt ist, ob die Gruppe gut zusammenbleibt und ob auch diejenigen, die etwas langsamer fahren, sich wohlfühlen.
Solche Erfahrungen stehen selten im Mittelpunkt einer Reisebeschreibung. Aber sie sind Teil dessen, was gute Begleitung ausmacht.
Auch für Gäste, die nicht jeden Tag radeln möchten, ist diese praktische Erfahrung wichtig. Manche Schiffe liegen früher wieder in einer Stadt. Dann bleibt Zeit für einen Spaziergang, ein Café oder einen ruhigen Nachmittag an Bord. Desiree kann solche Unterschiede erklären, weil sie sie selbst erlebt hat.

Im Gespräch mit Desiree wird schnell deutlich: Für sie geht es beim ihrem Job nicht nur um Routen, Sehenswürdigkeiten oder Tagesprogramme. Es geht vor allem um Menschen.
Viele Gäste bringen selbst viel Reiseerfahrung mit. Sie haben Länder gesehen, Geschichten gesammelt und sind neugierig geblieben. Desiree mag diesen Austausch. Manchmal, erzählt sie, hätten amerikanische Gäste mehr von Deutschland gesehen als sie selbst. Dann entsteht ein Gespräch auf Augenhöhe und manchmal auch ein Anstoß, selbst wieder genauer hinzuschauen.
„Es ist so schön, mit einer Gruppe zu sein und sich ein bisschen auszutauschen und sich kennenzulernen“, sagt sie.
Sie sieht eine Reisegruppe nicht als organisatorische Aufgabe, sondern als lebendiges Miteinander. Manche Gäste suchen das Gespräch. Andere bleiben lieber für sich. Einige möchten unterwegs viel wissen, andere genießen einfach die Landschaft. Ein guter Guide spürt diese Unterschiede.
Natürlich ist Tourguiding auch Arbeit. Desiree ist oft vom Frühstück bis zum Abend ansprechbar. Es gibt Fragen zur Route, zum Fahrrad, zum Wetter, zur nächsten Stadt, zu persönlichen Wünschen oder kleinen Problemen. Manchmal braucht jemand zusätzliche Informationen. Manchmal vor allem ein offenes Ohr.
Trotzdem sagt Desiree: „Es ist wirklich ein Beruf, Reiseleiterin zu sein, aber es ist gleichzeitig auch Urlaub.“

Durch ihre Zeit im Customer-Care-Team hat Desiree noch besser verstanden, wie viel vor einer Reise passiert. Im Büro werden Fragen beantwortet, Reisen erklärt, Optionen verglichen und Erwartungen sortiert. Dort beginnt für viele Gäste die eigentliche Orientierung.
Gleichzeitig bringt Desiree eine Perspektive mit, die im Büro besonders wertvoll ist. Wenn Kolleginnen und Kollegen wissen möchten, wie eine bestimmte Tour in der Praxis läuft, wie sich ein Schiff anfühlt oder welche Fragen unterwegs häufig auftauchen, kann sie konkrete Einblicke geben.
Dieser Austausch macht Reisen besser. Nicht theoretisch, sondern ganz praktisch.
Welche Informationen brauchen Gäste wirklich vorab? Welche Fragen wiederholen sich? Was sollte man deutlicher erklären? Wo hilft ein Erfahrungswert von Bord mehr als eine allgemeine Beschreibung?
Desiree hat gemerkt, wie wichtig es ist, dass es eine Austausch gibt zwischen denen, die beraten, und denen, die mit den Gästen unterwegs sind. Denn beide Seiten haben dasselbe Ziel: Gäste sollen gut vorbereitet reisen, sich unterwegs wohlfühlen und eine Reise wählen, die wirklich zu ihnen passt.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus Desirees Zeit im Büro ist: Viele Fragen entstehen aus Unsicherheit. Besonders dann, wenn Gäste das Konzept einer Rad- und Schiffsreise noch nicht kennen oder aus weiter entfernten Ländern anreisen.
Wie läuft ein Tag ab? Ist das Radfahren gut machbar? Was passiert bei schlechtem Wetter? Wie viel Eigenständigkeit braucht man? Wie fühlt sich das Leben auf dem Schiff an?
Es gefällt Desiree, wenn Sie solche Fragen schon vor der Reise beantworten kann. „Ich finde es schön, die kleine Angst, die jemand hat, wegzunehmen“, sagt sie.
Manchmal heißt das: eine geführte Tour empfehlen. Manchmal: erklären, warum eine individuelle Tour mit App gut funktionieren kann. Manchmal auch: deutlich machen, dass eine andere Route vielleicht besser zur Kondition, zum Reisezeitpunkt oder zu den Interessen der Gäste passt.
Gerade darin liegt Vertrauen. Nicht in großen Worten, sondern in klaren Informationen.

Auf die Frage nach ihrer Lieblingstour hat Desiree keine einfache Antwort. Nicht, weil ihr keine einfällt. Sondern weil sie gerade die Abwechslung liebt.
Sie freut sich auf Tulpentouren im Frühling, auf Dänemark und Schweden, auf Segelreisen auf dem Wattenmeer, auf kleine Dörfer in Frankreich und auf längere Strecken wie Paris–Brügge oder Cochem–Metz. Nach mehreren Wochen mit Städten freut sie sich wieder auf Natur. Nach ländlichen Regionen wieder auf Geschichte und Architektur. Und irgendwann wieder auf ein Segelschiff.
Diese Vielfalt passt zu ihr. Sie möchte nicht jedes Jahr dieselbe Route fahren und dieselben Geschichten erzählen. Sie möchte lernen, vergleichen, weitergeben und immer wieder neu schauen, was eine Reise ausmacht.
Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum der Job als Tourguide so gut zu Desiree passt. Sie arbeitet nicht einfach ein Programm ab sondern ist eher jemand, der selbst aufmerksam bleibt. Der mitfährt, mitdenkt und mitbekommt, was eine Gruppe braucht.

Das Gespräch mit Desiree zeigt, wie viel persönliche Erfahrung in einer Rad- und Schiffsreise steckt. Nicht nur an Bord, sondern auch davor: in der Beratung, in der Vorbereitung, in den Gesprächen am Telefon und im Austausch zwischen Büro und Tourguides.
Desirees Doppelrolle macht sichtbar, was oft im Hintergrund bleibt. Eine gelungene Reise entsteht durch viele Menschen, die zusammenarbeiten. Durch Guides, die ihre Gäste verstehen. Durch ein Büro-Team, das Fragen ernst nimmt. Und durch den Austausch zwischen beiden Seiten.
Am Ende geht es nicht nur darum, von Ort zu Ort zu kommen. Es geht darum, sich gut vorbereitet zu fühlen, unterwegs begleitet zu sein und Menschen zu begegnen, die ihre Arbeit mit Aufmerksamkeit machen.
Oder, wie Desiree es über das Tourguiding sagt: Es ist schön, „ein bisschen zu geben“ – für jede Person das, was sie gerade braucht.
Sie überlegen, ob eine geführte oder individuelle Rad- und Schiffsreise besser zu Ihnen passt? Sie möchten wissen, welche Route zu Ihrer Kondition, Ihren Interessen und Ihrem gewünschten Reisetempo passt? Unser Team berät Sie gern persönlich – mit Erfahrung aus der Planung und aus vielen Reisen an Bord.