Fotografie, Film, Fernweh: Diese drei Leidenschaften lassen das Herz unseres Fotografen und Videofilmers Michael höher schlagen. Und deshalb stand unsere Skandinavien-Tour rund um den Öresund schon lange auf seiner Wunschliste. Dieses Jahr hat er sich diesen Traum erfüllt und mit der beeindruckenden Atlantis die Küsten von Dänemark und Südschweden erkundet. Hier teilt er seine schönsten Erlebnisse und Bilder von dieser ganz besonderen Reise.
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Kopenhagen – Farben, Gassen, Königswachen
Ich komme am Vormittag in Kopenhagen an. Noch liegt das Schiff ruhig im Hafen, also nutze ich die Zeit, um durch die Stadt zu streifen. Der Nyhavn empfängt mich mit einer Kulisse wie aus einem Aquarell: knallbunte Giebelhäuser spiegeln sich im Wasser, Cafés pulsieren vor Leben, Möwen kreisen über alten Masten.
Am Nachmittag stolpere ich mitten hinein in die Wachablösung am Amalienborg-Platz. Die Gardisten marschieren in präziser Choreografie über das Kopfsteinpflaster, die Szenerie wirkt feierlich und dennoch nahbar.

Zurück im Hafen liegt die Atlantis bereit. Die Reling ist gesäumt von Fahrrädern, der Salon hell und einladend. Nach dem Abendessen an Bord heißt es: Leinen los für eine Reise zwischen Küstenlicht, Seewind und Pedalkraft.

Gegen den Wind nach Helsingør
Am nächsten Morgen führt uns die erste Radetappe entlang der dänischen Küste. Linkerhand rauscht das Meer, rechterhand ziehen Villen, Strände, Waldstücke vorbei. Der Wind bläst kräftig von vorn, doch der Blick auf Schweden am Horizont macht die Mühen leicht. Wir durchqueren ruhige Vororte, folgen Radwegen entlang von Yachthäfen, passieren Dünen und kleine Bahnhöfe. Das Ziel war Helsingør, eine charmante Stadt mit großer Geschichte. Dort erhebt sich Schloss Kronborg, weltbekannt als Schauplatz von Shakespeares Hamlet. Vor den alten Mauern zu stehen, die über Jahrhunderte Könige, Soldaten und Künstler gesehen haben, war eindrucksvoll. Und während ich auf die Wellen blickte, konnte ich fast die Worte des Dramatikers hören, der diesen Ort unsterblich gemacht hat.

Grüne Hügel, ein Kloster und stille Seen
Der dritte Tag führte uns tiefer ins dänische Hinterland. Zwei Gruppen machten sich auf den Weg – die eine wählte eine kürzere Strecke, die andere eine längere. Ich entschied mich für die 45-Kilometer-Tour, die sich lohnen sollte. Schon nach wenigen Kilometern erreichten wir das alte Kloster von Esrum, wo wir unter blauem Himmel picknickten. Ziegen meckerten in der Ferne, und im Klostergarten herrschte eine fast meditative Ruhe.


Schweden: sanft, grün und einladend

Später besuchten wir Landskrona mit seiner imposanten Zitadelle, die im Zweiten Weltkrieg tausende Geflüchtete beherbergte. Ein Ort voller Geschichte, der heute friedlich von Wassergräben umgeben ist. Am Nachmittag nahmen wir die Fähre zur Insel Ven, die wie ein grünes Plateau in der Ostsee liegt. Vom höchsten Punkt sahen wir gleichzeitig die dänische und die schwedische Küste – ein Panorama, das in Erinnerung bleibt.


Ein Tag auf See – Zeit für Gespräche und Entspannung
Nach so vielen Eindrücken tat ein Tag auf See gut. Während die Atlantis Kurs auf Køge nahm, nutzten wir die Zeit, um zu lesen, Karten zu spielen oder einfach aufs Meer hinauszuschauen. Gespräche mit Mitreisenden ergaben sich fast von selbst.
Jeder hatte eine Geschichte zu erzählen, jeder einen Grund, warum er hier war. Am Abend legten wir im dänischen Hafenstädtchen an, wo bunte Häuser und Kopfsteinpflaster den Übergang zurück nach Dänemark markierten.

Kleine Abenteuer in Køge und ein Wiedersehen mit der Öresundbrücke
Am Nachmittag gab es dann noch ein kleines Abenteuer: Zwei Mitreisende hatten die Abfahrtszeit verpasst. Während Guides sie suchten, standen wir schon an Deck und scherzten über ihre „Expedition“. Schließlich kehrten sie lachend zurück – und wir konnten gemeinsam weitersegeln. Unter der imposanten Öresundbrücke machten wir ein Gruppenfoto: Wind im Gesicht, Schiffe ringsum, und das Gefühl, Teil einer besonderen Reise zu sein.

Malmö, Lund und ein festlicher Abschied


Abschied mit einem Lächeln
Der letzte Morgen kam schneller, als mir lieb war. Noch ein Frühstück, letzte Gespräche, ein paar E-Mails und Telefonnummern austauschen, um nach der Reise Fotos auszutauschen. Dann half die Crew beim Gepäck, wir verabschiedeten uns mit Handschlag und einem letzten Scherz von unseren Guides Frans und Jens. Kurz darauf stand ich wieder am Bahnhof, bereit für die Heimreise und doch noch voller Eindrücke, die ich mitnehmen würde.


Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
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