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Michael ist Fotograf und Videofilmer bei Boat Bike Tours. Mit seiner Kamera begleitet er Reisen, um einen ehrlichen Eindruck vom Leben an Bord und von den Touren zu vermitteln. Ihm geht es weniger um perfekte Bilder als um Atmosphäre, Begegnungen und Details, die eine Reise ausmachen.
Auf unser 8-tägigen Tulpenreise war er nicht nur Beobachter, sondern selbst Teil der Gruppe und hat seine Eindrücke Tag für Tag festgehalten. Lesen Sie hier seinen Reisebericht.

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Unterwegs im niederländischen Frühling

Der Frühling gehört zu den schönsten Reisezeiten für die Niederlande. Der graue Winter zieht sich zurück, die Landschaft wirkt offener, heller, lebendiger. Auf den Feldern kehren die Farben zurück, der Duft von Hyazinthen liegt in der Luft, frisches Gras und feuchte Erde prägen den Geruch der ersten warmen Tage.
Gerade diese Jahreszeit eignet sich besonders für eine Reise, bei der man viel draußen unterwegs ist: auf dem Rad, auf dem Wasser, in einem Tempo, das Raum für Beobachtungen lässt. Die 8-tägige Tulpenreise von Boat Bike Tours verbindet genau das. Radetappen durch Frühlingslandschaften wechseln sich mit entspannten Fahrten an Bord ab, Städte und Dörfer liegen ebenso auf der Route wie weite Polder und berühmte Blumenregionen.
Ich habe diese Reise bewusst aus der Perspektive eines Gastes erlebt. Nicht nur mit der Kamera, sondern mit Zeit für Gespräche, Eindrücke und kleine Momente, die man nicht planen kann. Am Ende blieb weit mehr als Bildmaterial: eine Reise, die sich durch Begegnungen und ihre besondere Atmosphäre eingeprägt hat.


Tag 1: Ankommen an Bord – von Amsterdam nach Haarlem

Wir gingen mitten in Amsterdam an Bord der Flora, mit Blick auf das markante grüne NEMO Science Museum. Unser Reiseleiter Arie begrüßte mich freundlich mit einem kurzen Händedruck. Nach der Sicherheitseinweisung und der Begrüßung durch den Kapitän blieb noch Zeit, die Kabine zu beziehen und sich auf die erste kurze Radtour vorzubereiten.
An Deck glitten wir über das IJ, während die Stadt langsam hinter uns zurückblieb. Der Himmel war klar, das Wasser ruhig, ein Wetter, das uns fast die gesamte Reise begleiten sollte. Schon hier kamen wir ins Gespräch.
„Sie sind Fotograf, oder?“ fragte mich ein amerikanischer Mitreisender mit breitem Lächeln. Er hatte beobachtet, wie ich immer wieder an Deck stand und nach draußen blickte. Er hatte mich gleich durchschaut!

Unsere Gruppe war international: überwiegend Gäste aus den USA, ein deutscher Mitreisender und ein italienisches Paar, das mit großer Geduld und Google Translate jede Unterhaltung meisterte. Die Stimmung war von Anfang an offen und herzlich. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass wir uns erst seit einer halben Stunde kannten.

Das Ziel unserer ersten Radtour war die Stadt Haarlem. Die Strecke führte durch grüne Polder und kleine Orte, bis wir die Stadt mit ihren Grachten erreichten. „Wie ein ruhigeres Amsterdam“, hörte ich einen meiner Mitreisenden sagen.

Wir warteten in der Sonne auf das Schiff, schauten n auf das Wasser und ließen unsere erste Radtour entspannt ausklingen. Am Abend erkundeten wir die Altstadt und besuchten das Haus von Corrie ten Boom, heute ein Museum. Corrie ten Boom war eine niederländische Uhrmacherin, die während des Zweiten Weltkriegs gemeinsam mit ihrer Familie jüdische Mitbürger versteckte und ihnen zur Flucht verhalf. Zufällig waren wir an diesem Abend auch während eines lokalen Jahrmarkts in der Stadt. Später zog auch noch der berühmte Blumenkorso durch Haarlem. Geschmückte Wagen, dicht gedrängte Zuschauer und unzählige Blumen: ein Auftakt, der kaum passender hätte sein können.


Tag 2: Von Haarlem nach Leiden und Frühling in voller Blüte

Am nächsten Morgen verließen wir Haarlem durch elegante Wohnviertel, Parks und kleine Waldstücke am Rande der Dünen. Je näher wir dem Tulpempark Keukenhof kamen, desto intensiver wurden die Farben und Düfte. Hinter jeder Kurve tauchte ein neues Blumenfeld auf.

Der Keukenhof ist weit mehr als ein Park. Überall blühen Zwiebelblumen, sorgfältig beschriftet, in unzähligen Sorten und Farben. Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, eingebettet in eine waldartige Landschaft mit einem kleinen See. Die Sonne machte den Besuch perfekt: Mittagessen im Freien, Kameras im Dauereinsatz, Menschen aus aller Welt auf der Suche nach dem perfekten Foto.

Überall Blumen, sorgfältig beschriftet, in unzähligen Sorten und Farbtönen. Millionen von Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, eingebettet in eine Landschaft mit hohen Bäumen und einem kleinen See. Die Sonne machte den Besuch besonders angenehm: Mittagessen im Freien, Kameras im Dauereinsatz, Menschen aus aller Welt, die versuchten, genau diesen Moment festzuhalten.
Am Nachmittag ging es weiter nach Leiden. Eine Stadt, die oft im Schatten anderer niederländischer Reiseziele steht, dabei aber viel zu bieten hat. Grün, ruhig, von Kanälen durchzogen, mit einer spürbar jungen Atmosphäre. Gleichzeitig ist Leiden die Geburtsstadt Rembrandts, Geschichte und Gegenwart liegen hier eng beieinander.


Tag 3: Unterwegs nach Gouda – Landschaft, Tiere und Genuss

Der dritte Tag begann auf dem Wasser. Das Frühstück wurde mit einem Glockenzeichen angekündigt, während draußen die Landschaft langsam vorbeizog. Später setzten wir unsere Tour mit dem Rad fort, durch eine Region, die für ihre Baumschulen bekannt ist.
Reselleiter Arie bemerkte schmunzelnd, man könne hier „das Geld riechen“, ein Hinweis auf die großen Häuser, Gewächshäuser und gepflegten Anlagen entlang der Strecke.
Was mir besonders in Erinnerung geblieben ist, ist die frühlingshafte Stimmung: das Zwitschern der Vögel, frisches Grün, die ersten wirklich warmen Sonnenstrahlen. An einer Weide begegneten wir einer Kuh mit ihrem Kalb, neugierig kam das Tier näher. Ein kurzer Moment, der zeigt, wie nah man der Umgebung ist.

In Gouda stellten wir die Räder nahe der Sint-Janskerk ab und gingen auf den großen Marktplatz. Cafés, kleine Geschäfte, viel Sonne. In einem Laden kauften wir die Stroopwafels, eine typische Spezialität aus Gouda. Der Verkäufer meinte, eine Waffel wäre natürlich nicht genug. Er brauchte nicht lange, um uns zu überzeugen und schließlich kaufte jeder von und fünf.

Am Abend überraschten uns zwei Mitreisende, die Instrumente aus den USA mitgebracht hatten. Sie spielten an Deck, während die Sonne langsam unterging. Musik, Gespräche, gemeinsames Lachen: ein Abend, der die Gruppe noch enger zusammenbrachte.


Tag 4: Geschichte und Wasserlandschaften

Der Morgen in Gouda begann mit einem Besuch der Sint-Janskerk. Die berühmten Glasfenster erzählen biblische Geschichten, historische Ereignisse und auch moderne Kapitel wie das Ende des Zweiten Weltkriegs. Mit Audioguide ging ich von Fenster zu Fenster und nahm mir Zeit, alles in Ruhe auf mich wirken zu lassen.

Später führte uns die Radroute durch die Reeuwijkse Plassen, eine wasserreiche Landschaft mit Inseln, Holzbrücken und weiten Blicken. Zum Mittagessen legten wir an einem Restaurant direkt am Wasser an. Am Nachmittag brachte uns das Schiff weiter nach Kudelstaart, am Rand der Blumenregion Aalsmeer.


Tag 5: Welthandel mit Blumen – Aalsmeer, Amsterdam und Zaanse Schans

Ein fester Bestandteil der Tulpenreise ist der Besuch der Royal FloraHolland Blumenauktion in Aalsmeer. Von einer erhöhten Galerie aus beobachteten wir, wie Millionen von Blumen auf Wagen durch die Hallen rollten. Alles lief präzise und zügig ab, ein beeindruckendes Zusammenspiel aus Logistik und floraler Vielfalt.
Anschließend ging es mit dem Schiff durch die historischen Grachten Amsterdams, die zum UNESCO-Welterbe zählen. Mit dem Rad fuhren wir weiter zur Zaanse Schans, wo Windmühlen, Werkstätten und Holzhäuser einen Einblick in die niederländische Geschichte geben.


Alkmaar: Käsemarkt mit Tradition

In Alkmaar erlebten wir den berühmten Käsemarkt. Männer in weißen Trachten und Strohhüten trugen schwere Käselaibe über den Platz, begleitet von Applaus und dem Klikken der Kameras. Es war lebendig, laut, ein wenig theatralisch und zugleich ein Stück gelebte Tradition.

Mein persönlicher Rückblick

Diese Reise war mehr als eine Abfolge von Stationen. Es waren die Gespräche an Deck, das gemeinsame Lachen, spontane Musikabende und die vielen kleinen Momente zwischendurch, die sie getragen haben. Aus einer Gruppe von Menschen, die sich am Anfang fremd war, wurde schnell eine Gemeinschaft. Für mich war es eine Reise, die gezeigt hat, wie sehr Atmosphäre und Begegnungen eine Route prägen können.


Lust auf Ihr eigenes Tulpen-Abenteuer?

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Schreiben Sie einfach eine E-Mail an info@boatbiketours.de oder rufen Sie uns an unter +49 2102 42 0655. Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören!

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