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Finden Sie Ihre TourWer eine Rad- und Schiffsreise plant, stellt sich oft dieselben Fragen: Möchte ich lieber mit einem Guide fahren oder mein eigenes Tempo bestimmen? Suche ich Komfort und viel Platz an Bord oder reizt mich die persönliche Atmosphäre eines kleineren Segelschiffs?
In dieser Folge des Boat Bike Tours Podcasts spricht Host Ennie mit Tourguide Simone Verhoeven über genau diese Themen. Simone begleitet Gäste unter anderem auf der Reise entlang von Rhein und Mosel und auf der Rad- und Segelreise durch Dänemark und Schweden. Sie erklärt, dass es Rad- und Schiffsreisen in ganz unterschiedlichen Variationen gibt und warum es nicht nur eine richtige Wahl gibt: „Entscheidend ist, was zu Ihnen passt.“
Ihre Antworten sind ehrlich, herzlich und sehr praktisch. Denn für sie ist die Hauptsache, dass „die Gäste eine Woche ohne Sorgen erleben.“

Was bei Simone schnell deutlich wird: Für sie ist der Job als Reiseleiterin nicht nur eine organisatorische Aufgabe. Natürlich geht es um Routen, Tagesprogramme, Fahrräder und praktische Tipps. Aber im Mittelpunkt steht für sie ein Gespür für Menschen.
Gerade bei Alleinreisenden schaut Simone genau hin. Sitzt jemand allein an der Bar, weil er die Ruhe genießt? Oder wäre ein Gespräch, ein kleiner Kontakt, vielleicht genau das Richtige? Sie beschreibt das nicht dramatisch, sondern ganz selbstverständlich. Man merkt: Sie nimmt Gäste wahr.
Für Gäste ist genau das oft der Unterschied zwischen einer gut organisierten Reise und einer Reise, auf der man sich wirklich gut aufgehoben fühlt. Simone formuliert es mit einem Lächeln, aber auch mit Überzeugung: „Bin ich verantwortlich für das Glück der Gäste? Ich finde ja.“
Natürlich meint sie damit nicht das ganze Leben der Gäste. Aber für diese eine Woche an Bord und auf dem Rad fühlt sie sich mitverantwortlich. Dafür, dass Menschen sich orientieren können. Dass sie sich sicher fühlen. Dass sie ihren Platz finden – in der Gruppe oder auch bewusst etwas abseits davon.

Eine geführte Reise mit Radtouren in der Gruppe passt besonders gut zu Gästen, die sich unterwegs nicht ständig mit der Route beschäftigen möchten. Man fährt gemeinsam, folgt dem Guide und kann die Umgebung auf sich wirken lassen.
Simone erklärt genau, wer sich bei dieser Art von Tour gut aufgehoben fühlt: „Man sollte Freude daran haben, mit anderen unterwegs zu sein, und sich auf ein gemeinsames Tempo einstellen können. Wer in der Gruppe fährt, entscheidet nicht an jeder Kreuzung neu selbst. Wenn es rechts geht, geht es rechts. Wenn eine Pause gemacht wird, macht die Gruppe gemeinsam Pause.“
Eine begleitete Gruppenreise nimmt viele Entscheidungen ab. Dadurch entsteht Raum für andere Dinge: Gespräche, Landschaft, kleine Beobachtungen unterwegs.
Simone sagt: „Man kann dann ja tatsächlich noch mehr die Umgebung in sich auch aufnehmen, weil man sich ja gar nicht mit der Strecke beschäftigen muss.“
Für Gäste, die zum ersten Mal in einer Region unterwegs sind oder einfach eine besonders entspannte Woche ohne Organissationsstress erleben möchten, kann das sehr angenehm sein. Der Guide kennt die Strecke, kann Fragen beantworten und gibt unterwegs Tipps. Und manchmal entstehen gerade in der Gruppe Momente, die man allein nicht erlebt hätte: ein gemeinsamer Kaffee auf einer Terrasse, ein Gespräch beim Abendessen oder ein Lachen über eine Redewendung, die sich nicht so leicht übersetzen lässt.

Andere Gäste möchten lieber selbst entscheiden, wie ihr Tag aussieht. Für sie ist eine Reise mit individuellen Radtouren oft die bessere Wahl. Sie fahren mit vorbereiteten Routeninformationen, aber bestimmen selbst, wann sie starten, wo sie stoppen und ob sie vielleicht einen kleinen Umweg nehmen.
Simone beschreibt diesen Reisetyp sehr anschaulich: Menschen, die sagen, sie könnten doch auch links fahren statt der vorgeschlagenen Route zu folgen. Oder die von Freunden einen Tipp bekommen haben und spontan dort hin möchten.
Genau für solche Gäste ist individuelle Freiheit wichtig. Sie möchten nicht in einem festen Gruppentempo fahren, sondern unterwegs spontan entscheidne können. Vielleicht bleiben sie länger in einem Ort, fahren sportlicher oder machen einen Abstecher zu einem Museum, das ihnen empfohlen wurde.
Auch bei den Reisen mit individuellen Radtouren bleibt der persönliche Kontakt wichtig. Simone erzählt, dass sie gerne Tipps gibt, besonders für Restaurants. „Aber nur, wenn ich wirklich überzeugt bin“, lacht sie.

Ein Teil des Gesprächs dreht sich um die Frage, welches Schiff zu welchen Gästen passt. Simone ist unter anderem öfter auf der Arkona unterwegs, ein größeres Flusskreuzfahrtschiff. Für Gäste bedeutet das: mehr Platz, mehr Komfort und mehr Möglichkeiten an Bord.
Auf einem größeren Schiff gibt es eine Lounge, eine Bar, gemütliche Kabinen und oft auch Programmpunkte wie Live-Musik. Simone spricht besonders begeistert vom Essen auf der Arkona: „Das Essen ist fantastisch.“ Auch die Crew beschreibt sie als freundlich, die Atmosphäre als angenehm.
Für Gäste, die viel Wert auf Komfort legen und trotzdem flexibel bleiben möchten, kann so ein größeres Schiff ideal sein. Man kann leicht Anschluss finden, aber auch problemlos für sich sein. Das gilt besonders für Alleinreisende. Beim Essen, an Bord oder während der Radtour ergeben sich Kontakte oft von selbst. Gleichzeitig ist genug Raum da, um sich zurückzuziehen.
Simone erzählt von einem Gast, der morgens nach dem Frühstück allein losfuhr und als Letzter zurückkam. Er wollte viel sehen, sportlich unterwegs sein und die Umgebung intensiv erleben. Auf einem größeren Schiff fällt das nicht negativ auf. Jeder kann seinen Urlaub so gestalten, wie er zu ihm passt.
Oder wie Simone es sagt: „Es ist schließlich der Urlaub unserer Gäste, und jeder soll ihn so verbringen, wie es zu ihm passt.“

Ganz anders ist das Gefühl auf kleineren Segelschiffen wie der Atlantis oder Antigua. Dort sind weniger Gäste an Bord, man sitzt näher zusammen, und der Kontakt entsteht schneller.
Simone beschreibt diese Reisen als etwas freier und abenteuerlicher. Gäste können beim Segeln mithelfen, es wird auch mal an Deck gegrillt, und das Bordleben ist unmittelbarer. Man ist näher dran: am Schiff, an der Crew und an den Mitreisenden.
Natürlich bedeutet das auch: weniger Platz als auf einem großen Flusskreuzfahrtschiff. Simone sagt offen, dass ein Segelschiff etwas weniger Komfort bietet. Nicht unkomfortabel, aber einfacher. Wer auf ein kleineres Segelschiff geht, sollte Lust auf diese Art von Reise haben.
Für Gäste, die persönliche Atmosphäre mögen, gerne mit anderen ins Gespräch kommen und das Leben an Bord intensiver erleben möchten, kann genau das der Reiz sein.

Am Ende geht es nicht darum, ob ein großes Schiff besser ist als ein kleines. Oder ob begleitet und in der Gruppe besser ist als individuell. Es geht darum, wie Sie reisen möchten.
Eine Reise begleitet und in der Gruppe passt gut, wenn Sie gerne gemeinsam unterwegs sind, sich nicht um die Navigation kümmern möchten und Freude an Gruppenerlebnissen haben. Sie können sich auf die Landschaft konzentrieren und wissen: Der Guide kennt den Weg.
Eine individuelle Reise passt besser, wenn Sie Ihr eigenes Tempo wählen möchten. Sie entscheiden selbst, wann Sie fahren, wo Sie pausieren und ob Sie spontan etwas anderes ausprobieren.
Ein größeres Schiff bietet Komfort, Platz und Rückzugsmöglichkeiten. Ein kleineres Segelschiff bringt Sie näher ans Bordleben und an die Mitreisenden.
Und dann ist da noch der Mensch, der die Reise begleitet. Bei Simone merkt man schnell, warum das wichtig ist. Sie ist ehrlich, aufmerksam und mit spürbarer Freude dabei. Sie kann über Sprachverwechslungen lachen, gibt gerne praktische Tipps und nimmt ihre Gäste ernst, ohne die Dinge komplizierter zu machen, als sie sind.
Vielleicht ist genau das die schönste Erkenntnis aus dem Podcast: Eine gute Reise entsteht nicht nur durch eine schöne Route oder ein passendes Schiff. Sie entsteht auch durch Menschen, Begegnungen und das Gefühl, gut aufgehoben zu sein.

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