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Finden Sie Ihre TourEine Route kann auf der Landkarte wunderbar aussehen. Doch wie fühlt sie sich auf dem Rad an? Passt sie zum Rhythmus an Bord? Bleibt genügend Zeit, eine Landschaft nicht nur zu durchqueren, sondern auch zu erleben?
Bevor eine neue Rad- und Schiffsreise ins Programm aufgenommen wird, müssen genau diese Fragen beantwortet werden. Einer, der sie aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennt, ist Jacob Ketel. Heute gehört er zur Geschäftsführung von Inselhüpfen. Begonnen hat seine Geschichte jedoch nicht im Büro, sondern mit einer spontanen Bewerbung, einem überraschend schnellen Anruf und einer langen Busfahrt nach Kroatien.

Eigentlich hatte Jacob damals andere Pläne. Er war in Neuseeland aufgewachsen, nach Deutschland gekommen und befand sich, wie er selbst sagt, „auf der Suche nach einem nächsten Kapitel“. Zunächst brauchte er vor allem eines: Arbeit.
Zur Wahl standen zwei denkbar unterschiedliche Möglichkeiten: Qualitätskontrolle am Fließband bei Daimler oder eine Stelle als Fahrradreiseleiter bei Inselhüpfen. Und das, obwohl ihm nach eigener Aussage „die nötige Fahrraderfahrung“ fehlte.
Nur zwei Stunden nach seiner Bewerbung klingelte das Telefon. Zwei Wochen später saß er im Bus von Stuttgart in Richtung einer kleinen Bucht in Kroatien.

Da Jacob mitten in der Saison einstieg, hatte er die regulären Reiseleiterseminare vor Saisonbeginn verpasst. Also lernte er dort, wo es unmittelbar darauf ankam: an Bord, gemeinsam mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen und mitten im täglichen Reiseablauf.
Fast alles war neu. Das Land, das Schiff, das Team, die Gäste – und nicht zuletzt die körperliche Belastung.
Bis dahin war Jacob vor allem in der Stadt Rad gefahren. Nun standen täglich Etappen zwischen 20 und 40 Kilometern auf dem Programm, häufig verbunden mit einigen Höhenmetern. Und das zu einer Zeit, als E-Bikes auf solchen Reisen noch keine selbstverständliche Unterstützung waren.
Auch wenn in den ersten Tagen die Beine noch schmerzten, veränderte sich etwas. Es klickte und aus einem Übergangsjob wurde eine Leidenschaft.
„Da hat es mich dann wirklich gepackt, mit dem Rad und auch in diesem Reisetempo unterwegs zu sein. Man sieht unheimlich viel“, erinnert sich Jacob. „Ich habe das wirklich geliebt, diesen Lebensstil im Sommer, zusammen mit den Gästen.“

Aus der ursprünglich geplanten Weltreise wurden 13 Jahre bei Inselhüpfen – und in den vergangenen drei Jahren zusätzlich Verantwortung bei Boat Bike Tours.
Zunächst war Jacob einige Jahre lang im Sommer Reiseleiter, und im Winter arbeitete er in der Reservierung in Konstanz. Später übernahm er immer mehr organisatorische und koordinierende Aufgaben.
Nach der Coronazeit stand Inselhüpfen 2021 vor einer wichtigen Richtungsentscheidung. Gründer Klaus Schenk suchte Unterstützung für die Führung des Unternehmens und machte Jacob das Angebot, gemeinsam mit ihm in die Geschäftsführung einzusteigen. Auch wenn Jacob heute derjenige ist der mit über Routen, Partner und Produktentwicklung entscheidet, prägt seine jahrelange Erfahrung als Reiseleiter seine Arbeitsweise bis heute.
Denn Jacob denkt nicht nur in Programmen und Kilometern. Er denkt in Tagesabläufen, Belastung und Atmosphäre.
Wie viel passt in einen Tag, ohne dass eine Reise ihren entspannten Charakter verliert? An welcher Stelle ergänzt das Schiff die Route besonders sinnvoll? Welche Strecke wirkt auf der Karte reizvoll, ist im tatsächlichen Reisetempo aber zu lang?
Diese Fragen kennt er nicht aus der Theorie. Er hat sie selbst erlebt: auf dem Rad, an Bord und im direkten Austausch mit den Gästen.

Warum passen Inselhüpfen und Boat Bike Tours so gut zusammen?
Jacob erklärt es mit den unterschiedlichen Ursprüngen beider Unternehmen. Boat Bike Tours kommt stärker aus der maritimen Welt und entdeckte das Fahrrad später als ideale Ergänzung. Inselhüpfen hat seine Wurzeln im Radreisen und erkannte im Schiff eine besondere Form der Unterkunft und des Reiseerlebnisses.
Auch geografisch ergänzen sich beide Marken: Inselhüpfen ist traditionell stärker im Mittelmeerraum zu Hause, während Boat Bike Tours vor allem auf den Flüssen Europas unterwegs ist.
So bringen beide Unternehmen unterschiedliche Erfahrungen und Stärken mit. Für die Gäste bedeutet die Zusammenarbeit daher nicht, dass plötzlich alles anders wird. Jacob spricht vielmehr von „gewollten Verbesserungen“.
Dazu gehören durchdachtere Konzepte, bessere Räder, ein intensiverer Austausch hinter den Kulissen und ein gemeinsames Ziel: Ob auf einem europäischen Fluss oder zwischen mediterranen Inseln – Gäste sollen sich von Anfang an herzlich willkommen und zuverlässig begleitet fühlen.

Besonders deutlich wird Jacobs Arbeitsweise, wenn eine Reise noch ganz am Anfang steht.
Im vergangenen Sommer flog Jacob selbst nach Indien. Die Frage war einfach: Funktioniert Rad und Schiff auch dort? Ein lokaler Partner hatte zunächst ein einwöchiges Programm im Süden des Landes vorgeschlagen.
Jacob und ein Kollege aus dem Team von Boat Bike Tours sahen sich den Vorschlag vor Ort an. Fünf Tage lang prüften sie Strecken, Abläufe und Erlebnisse. Anschließend trafen sie eine grundlegende Entscheidung.
Gut genug war ihnen nicht gut genug.
Wer eine so weite Reise unternimmt, sollte mehr erleben als nur eine einzelne Region, fanden die beiden. Deshalb blieb es nicht bei einer Woche im Süden. Stattdessen entstand die Idee, Nord- und Südindien miteinander zu verbinden.
Gerade der Kontrast zwischen den Regionen sollte zum Kern der Reise werden: unterschiedliche Landschaften, Kulturen und Eindrücke – erlebt in einem Tempo, das Raum für Begegnungen lässt.
Dann begann die eigentliche Feinarbeit.
Karten wurden studiert, Empfehlungen geprüft und Tagesabläufe immer wieder neu gedacht. Wie viele Kilometer sind angenehm? Wo braucht es mehr Zeit? Welche Erlebnisse gehören unbedingt in die Route – und wann würde ein Tag zu voll werden?
Aus diesem Prozess entstand eine zweiwöchige Pilotreise mit sechs ausgewählten Gästen: jeweils zwei aus Deutschland, Großbritannien und den USA.
Die Gruppe war klein genug, um jeden Abschnitt genau zu überprüfen, und gleichzeitig international genug, um unterschiedliche Erwartungen und Reisegewohnheiten abzubilden.

Während der Pilotreise wurde jeder Tag gemeinsam ausgewertet.
Was hat gut funktioniert? Welche Etappe war zu lang? Wo blieb genügend Zeit zum Entdecken? Was fühlte sich leicht an – und was noch nicht?
Genau darin zeigt sich, wie neue Reisen bei Inselhüpfen und Boat Bike Tours entstehen. Nicht allein aus einer schönen Idee, sondern durch Ausprobieren, Zuhören, Anpassen und erneutes Prüfen.
Am Ende der Reise stand für Jacob eine entscheidende Erkenntnis fest: „Eine Reise mit Rad und Schiff durch Indien funktioniert tatsächlich.“

Als Gast bekommt man von diesem langen Entwicklungsprozess meist nur das Ergebnis mit.
Eine Route, die sich stimmig anfühlt. Ein Tagesablauf, der Abwechslung bietet, ohne zu überfordern. Genügend Zeit für Landschaft, Kultur und persönliche Pausen. Und ein Zusammenspiel aus Fahrrad, Schiff und Reiseziel, das ganz selbstverständlich wirkt.
Doch hinter dieser Leichtigkeit stehen Menschen wie Jacob Ketel. Menschen, die Reisen nicht nur am Schreibtisch planen, sondern sie von innen kennen – aus vielen Jahren an Bord, auf dem Rad und im Gespräch mit den Gästen.
Denn eine wirklich gute Reise erkennt man oft daran, dass man ihre sorgfältige Planung kaum bemerkt.
Sie fühlt sich einfach richtig an.

Indien, Kroatien oder doch eher Niederlande – Sie möchten herausfinden, welche Rad- und Schiffsreise am besten zu Ihren Vorstellungen passt? Unser Team berät Sie gerne persönlich. Schreiben Sie uns an info@boatbiketours.de, rufen Sie uns an unter +49 2102 42 0655 oder entdecken Sie unsere Reisen auf der Website.