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Finden Sie Ihre TourEs waren die ersten echten Sommertage des Jahres, die unseren Mitarbeiter Paul während seiner IJsselmeer & Nationalpark Tour durch den Norden der Niederlande begleiteten. An Bord des Segelschiffs Elizabeth erlebte er eine Woche voller Segelabenteuer, Fahrradtouren durch sommerliche Landschaften und kulinarischer Entdeckungen. In seinem Reiseblog nimmt Paul Sie mit auf seine Boat Bike Tour, berichtet von seinen Highlights und verrät, welche überraschende Begegnung ihn gleich zu Beginn erwartete.

Meine Sail & Bike Tour über das IJsselmeer im Norden der Niederlande begann Anfang Juni an Bord des Dreimasters Elizabeth. Voller Vorfreude blickte ich auf eine Woche, die viele schöne Erlebnisse, ausgedehnte Fahrradtouren und das ein oder andere kulinarische Highlight bereithalten sollte. Schon als ich am ersten Tag in Amsterdam an Bord ging und zum ersten Mal auf meine Mitreisenden traf, wusste ich: Das wird eine fröhliche und abwechslungsreiche Woche.
Schon bald hieß es „Leinen los“ und wir verließen den Amsterdamer Hafen gen Norden in Richtung IJsselmeer. Hier sollten mich in den nächsten Tagen Abenteuer auf dem Rad, viel Gemütlichkeit an Bord und beeindruckende Ausblicke auf die sommerliche Natur der Niederlande erwarten.
Gleich am ersten Abend erwartet mich eine Überraschung. Ich hatte bereits gehört, dass zwei Gäste erst an unserem nächsten Stopp in Monnickendam an Bord kommen würden, da ihr Zug nach Amsterdam ausgefallen war. Als wir im Hafen ankommen, warten sie bereits auf uns: ein Geschwisterpaar aus Deutschland, das mir irgendwie bekannt vorkommt.
Beim gemeinsamen Abendessen kommen wir ins Gespräch und schnell stellt sich heraus, dass wir bereits im vergangenen Jahr gemeinsam auf der Hansetour unterwegs waren. Sofort denken wir zurück an die charmanten Städte und das moderne Schiff, mit dem wir damals unterwegs waren. Dank dieses unerwarteten Wiedersehens ist das Eis schnell gebrochen und die Stimmung gleich viel vertrauter – definitiv ein gelungener Auftakt in die Woche.

Die ersten Tage der Reise verbringen wir meist unter grauem Himmel. Glücklicherweise bleibt es während unserer Radtouren trocken, sodass wir die Landschaft in aller Ruhe genießen können. Und auch wenn das üblicherweise leuchtend grüne Holland in den ersten Tagen nur gelegentlich zum Vorschein kommt, hat das Wetter auch seine Vorzüge – Sonnenbrandgefahr besteht jedenfalls keine. Und es gibt wohl kaum einen besseren Ort, um einen Regenschauer vorbeiziehen zu lassen, als die gemütliche Kabine mit Buch und Decke oder den Schiffssalon bei einer heißen Schokolade.
Im Laufe der Woche zeigt sich schließlich doch noch der Sommer – trotz aller Regen- und Gewitterprognosen. So ist das eben an der See: Das Wetter macht, was es will. Schon bald tauschen wir Jacken gegen Sonnenhüte und Sonnenbrillen und radeln unter strahlend blauem Himmel durch saftig grüne Wiesen. Mit der warmen Sonne im Rücken lässt es sich eben doch am besten aushalten.

Während Wind und Wetter auf dem Fahrrad manchmal zur Herausforderung werden können, gehören sie auf See einfach dazu. Vor allem der Wind ist unverzichtbar, wenn man ohne Schiffsmotor vorankommen möchte.
Sobald die Glocke an Bord läutet, heißt es: Alle an Deck! Nach einer ausführlichen Einweisung durch den Matrosen packen alle mit an. Gemeinsam ziehen wir mit geeinten Kräften an den dicken Seilen, um die riesigen Segel zu setzen. Nach einigen Haurucks füllt sich das Segel schon mit Wind und wir können zum nächsten übergehen. Je nach Wetterlage setzen wir jedes Mal zwei oder drei Segel gleichzeitig.
Wenn anschließend der Schiffsmotor abgestellt wird, gleitet das Schiff nahezu lautlos über das Wasser. Als Belohnung genießen wir die Stille der See. Dazu Kaffee, ein Stück Kuchen und der Ausblick über das weite IJsselmeer – was braucht man eigentlich mehr?

Und was darf nach einem langen Tag auf dem Rad nicht fehlen? Richtig: ein gutes Abendessen. Darauf können wir uns jeden Tag aufs Neue freuen. Koch Max zaubert Abend für Abend ein durchdachtes und unglaublich leckeres Drei-Gänge-Menü auf den Tisch.
Schon am ersten Abend erzählt er uns, dass er bei der Menüplanung versucht, einen Bezug zu unserem jeweiligen Reiseziel herzustellen. So genießen wir am ersten Abend eine asiatische Bowl, passend zur China Town in Amsterdam. In Hoorn erwartet uns ein portugiesisch inspirierter Abend, weil Max dort seine Freundin aus Portugal kennenlernte. Und kurz vor Ende der Reise dürfen natürlich auch niederländische Spezialitäten nicht fehlen.
Die Vielfalt der Gerichte begeistert uns jeden Abend aufs Neue. Man schmeckt, mit wie viel Leidenschaft und Liebe zum Detail hier gekocht wird. Entsprechend groß ist die Wertschätzung an Bord, denn alle wissen: Dem Koch auf einem Segelschiff kann man nie dankbar genug sein.

Als wir uns langsam der Halbzeit unserer Tour nähern, steht ein echter Brückentag auf dem Programm. Unser Ziel: das „Venedig des Nordens“ – Giethoorn. Bereits auf dem Weg dorthin geht es ständig auf und ab. Durch das Naturschutzgebiet Weerribben-Wieden radeln wir bei wunderbar warmem Sonnenschein entlang malerischer Kanäle.
Das Besondere an dieser Region: Fast jedes Haus hat eine eigene Wasser-Zufahrt inklusive privater Bootsgarage. Entsprechend zahlreich sind die Brücken, die unseren Radtag alles andere als eintönig machen.
Doch nicht nur die Landschaft bleibt mir im Gedächtnis. Während ich Brücke für Brücke hinter mir lasse, begegnen mir immer wieder Einwohner der Gegend, die mich mit ihrer Herzlichkeit begrüßen. Jeder grüßt jeden und selbst der Brückenwärter einer der größeren Brücken unterhält sich eine Weile mit mir. Ein schönes Gefühl, selbst in den abgelegensten Orten so freundlich willkommen geheißen zu werden. Für einen kurzen Moment fühle ich mich hier fast wie ein Einheimischer. Und so geht es mir nicht nur hier, sondern in vielen Orten auf meiner Reise durch das IJsselmeer und seine Nationalparks.

Haben Sie nach dem Lesen dieses Blogartikels Lust auf Ihr eigenes Abenteuer mit Rad und Schiff? Wir beraten Sie gerne persönlich und auf Deutsch – unverbindlich und mit allen Informationen, die Sie brauchen, um Ihre eigene Boat Bike Tour zu planen.
Schreiben Sie einfach eine E-Mail an info@boatbiketours.de oder rufen Sie uns an unter +49 2102 42 0655. Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören!